Beschreibung
Menschen aus dem Autismus-Spektrum erscheinen häufig sonderbar und bei sozialen Interaktionen herausfordernd. Aber sie sind auch faszinierend, wenn sie durch ihre speziellen Fähigkeiten stark und zielgerichtet agieren. Neurodiversität oder Störung?
In diesem Seminar betrachten wir Erwachsene aus dem Autismus-Spektrum, die keine oder nur eine leichte Störung der Intelligenz haben und in der funktionellen Sprache nur wenig beeinträchtigt sind. Du erfährst grundlegendes zur Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) orientiert an der diagnostische Einteilung des ICD-11.
Im Weiteren beschäftigen wir uns mit verschiedenen Kommunikationsformen. Du lernst mit kommunikativen Mitteln die Interaktion bewusst so zu gestalten, das sich eine tragfähige Beziehung entwickelt. Anhand von verschiedenen Klientenbeispielen erarbeiten wir ergotherapeutische Maßnahmen für die Betätigungsbereiche interpersonelle Interaktionen und Beziehungen, häusliches Leben sowie bedeutende Lebensbereiche.
Zielgruppe
Alle Ergotherapeutinnen*, die mit psychisch erkrankten Menschen arbeiten oder arbeiten möchten.
(Zur Vorbereitung können die Seminare Einführung, Entwicklungspsychologie und Gesprächsführung hilfreich sein.)
Für dieses Seminar erhältst du 16 Fortbildungspunkte, entsprechend der Fortbildungsverpflichtung (Fobi-Pflicht) für Heilmittelerbringer nach § 125 Abs. 2 SGB V.
Es ist ein Wahlseminar für Ergotherapeutinnen* mit dem Ziel der Zertifizierung zur PsychErgo- Expertin*.
*Hinweis: Unter dem Aspekt einer gerechten Sprache, der Wertschätzung der Geschlechtsidentität von Menschen und zur Vereinfachung des Leseflusses verwenden wir in allen Texten für alle Ergotherapeuten die weibliche Form. Von Klienten und anderen Personen sprechen wir in männlicher Form. Namentlich genannte Personen haben Decknamen und werden entsprechend ihres gewählten Geschlechts angesprochen.
Ziele
- die Formen, Merkmale und Zusammenhänge aus dem Autismus-Spektrum verstehen,
- eine tragfähige therapeutische Beziehung aufbauen und beibehalten,
- kommunikative Interventionen im Umgang mit Menschen aus dem ASS nutzen,
- die Behandlung vertragsbasiert und individualisiert mit dem Klienten* gestalten,
- verschiedene ergotherapeutische Behandlungsmaßnahmen spezifisch anwenden.
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